das leben ist zu kostbar um es dem schicksal zu ueberlassen


Versuch eins Apple Crumble
Oktober 23, 2008, 4:12
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Habe ich schon die vielen kulinarischen Koestlichkeiten erwaehnt??? Nein? Dann wird das nachgeholt. Voellig ohne Sinn und Ordnung: Shortbread, Pudding, Fish & Chips, TimTams, Carrot Cake, Hazelnut-Chocolate Cake (aus Oamaru, Woolstore), Meat-Pie jeglicher Sorte mit Ketchup, Ruehrei MIT Ketchup, Salt and Vinegar Chips, Caramel Slice…und Apple Crumble. Ich koennte hier noch stunden weiter auflisten, was es hier alles gutes zum Essen gibt. Ich bin ja so froh, dass die Englaender das alles rueber gebracht haben. Man stelle sich vor man wuerde immer noch Moa aus dem hangi essen. Fuer die Unwissenden, die Maori (Ureinwohner evtl schon bekannt) haben den Moa (groesser als ein Strauss) leider nur zu gern gegessen, drum ist das Vieh ausgestorben. Die bevorzugte Zubereitungsart ist das in Blaetter einwickeln und heisse Quellen schmeissen, kurz „hangi“. Na jedenfalls warum dieser ganze Absatz? Erstens damit Oma wieder beruhigt ist, dass ich auch genug esse und zweitens weil ich mich heute in Oamaru (Ostkueste, ein bisschen suedlich von Christchurch) darin versuchen werde selber Apple Crumble zu machen. Original nach dem Rezept von Lis meiner alten Mitbewohnerin – die muss es ja wissen.

Wenn ich auch kurz nochmal so nach schaue, wann ich das letzte mal ein kurzes hallo gesagt habe…ja genau. Da waren wir in Wanaka, da habe ich im Uebrigen einen sehr schoenen Stein gefunden. Mein Gott, jetzt faengt sie auch noch davon an von Steinen zu reden. Also ich meine einen den man sich um den Hals binden kann, also einen geschleiften und am Garn befestigten Stein. Name: Aotea. Und? Wie heisst das Land in dem ich mich befinde? Aotearoa. Land der langen weissen Wolke (extra nochmal nachgeguckt), zusammengesetzt aus Ao, tea, und roa. Demnach heisst der Stein weisse Wolke und sieht auch so aus. Er ist blau/gruenlich weiss. Leider habe ich kein Foto gemacht und auch noch nicht gekauft. Jedenfalls ist er mir seit Wanaka im Kopf geblieben, schauen mir mal wann ich wieder nach Wanaka komme.

Danach haben wir uns dann Richtung Milford Sound bewegt. Endlich. Ja, genau wir waren da. Ich war endlich da wo ich schon so lange in wollte und es ist einfach zauberhaft. Meine Erwartungen waren ja zugegebener Massen recht hoch. Und es war besser. Man kommt also in Milford an, das natuerlich nur aus einem Visitor Centre, einem Cafe und dem Hafen besteht, von wo man so als braver Tourist aus ablegt in verschiedenen Varianten. Kleines Boot, grosses Schiff. Alter Kahn oder Luxusschwimmer. Ungluecklicherweise ist unser gebuchtes Schiff namens „Wanderer“ ausgefallen, just wurden wir upgegraded (also mit dem naechst besseren getroestet). Eine Nacht im Sound haben wir uns gegoennt. Nichts und niemand um uns herum ausser Meer, Berg und ein paar Pinguine, die wir allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht gesehen hatten. Der aufmerksame Leser mag den kleinen Wink mit dem Zaunpfahl bemerkt haben. Na jedenfalls ist es atemberaubend wie Berg auf das Wasser trifft und wie man ueberhaupt erstmal da rein gefunden hat. Die vermeintliche Bucht, die eben drum keine war fuehrt in diese sehr verschlungene Wasserlandschaft und es ist alles gruen bewaldeter Stein, teilweise wachsen die Baeume und anderen Pflanzen quasi in der Luft. Man hat erklaert sie halten sich alle gegenseitig fest mit ihren Wurzeln, deswegen gibt es auch immer mal wieder kahlen Stein, wenn eben eine Baumlawine runterkracht. Genug Geologie fuer heute, es ist und bleibt ein sehr magischer Ort. Vor allem die frueh-am-Morgen Aufnahmen spiegeln das glaub ich wieder (jetzt noch nicht gleich auf flickr nachgucken gehen, ich habe sie noch nicht hochgeladen. Sorry). Da faellt mir noch ein, dass es eine Anita Bucht im Milford Sound gibt, das wollte ich doch noch kurz erwaehnt haben!

Nach dem Sound sind wir mehr oder minder schnurstracks suedlich nach Invercargill und durch die Catlins. Auf dieser suedlichen Route entlang Schafherden, gekruemmten Baeumen und gruenen Hueglen war ich auf der Suche nach dem „perfekten“ Schaffoto und haette tausende perfekte Schaffotos haben koennen. Nach jeder Ecke und Kurve tat sich wieder eine einfach nur fotogene Ecke auf. Ich hab dann aufgegeben. Es ist ueberall schoen hier. Am Ende der Catlins liegt dann auch schon Dunedin, das also schon an der oestlichen Seite von der Suedinsel liegt, demensprechend ging und geht es von hier nur noch aufwaerts Richtung Christchurch. Dunedin ist mal wieder eine etwas groessere Stadt, sehr schoen da. Wir waren hier, nach der Empfehlung von nem Paaerchen vom Schiff in einem chinesischen Restaurant. Aufgemerkt der Name strotzt vor Einfallsreichtum: the Asian. Der Name war uns dann auch egal, es war sehr guenstig und sehr lecker. Man haette ne ganze Familie mit fuettern koennen. Toll. Achja genaechtigt haben wir im Hostel Hogwartz, genau! Das klingt nach Harry Potter. Den haben wir dort allerdings nicht getroffen.

Nunja und nach ein wenig shoppen und Kaffee trinken, also dem „Stadtleben“ geniessen sind wir schon hier in Oamaru gelandet, das fuer seine Pinguinkollonie bekannt ist. Nichts wie rein in das vergnuegen, leider sind die ja so schuechtern, drum kann man sie nur von sehr weit weg angucken. Also muessen wir uns jetzt mit kleinen weissen oder schwarzen Punkten auf Fotos zufrieden geben, je nachdem ob der Pinguin (yellow-eyed) gerade in unsere Richtung gewunken hatte oder nicht. Wir geben uns auch damit zufrieden, denn es ist einfach zu putzig wie sie da so unbeholfen rumwatscheln. Suess.

Nun bleibt mir nicht mehr viel uebrig als zu sagen bis bald. Schoen ist’s hier. Wer etwas anderes behauptet luegt. Viele Gruesse

Jess

P.S. Nico ist sehr gut im Sepp-aus-dem-Schlamm-schieben (Beweise folgen)

P.P.S Achja und heute sind wir auf eine Filmkulisse gestossen – na zumindest glauben wir es war Peter Jackson’s neue Drehort. Dort wo naemlich schon „The Chronicles of Narnja“ gedreht wurde, werden sehr seltsame Holzfassaden aufgezimmert. Man wird sehen…


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