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Leider hieß es vorgestern und gestern mal wieder ‘Good-Bye’ von zwei Menschen, die ich wirklich gerne habe. Wie es der Zufall so will sind beide aus dem Land mit den gelben Nummernschildern an den Wohnwägen. Rudi Carell und Linda de Mol sei Dank kennt der Durchschnittsdeutsche den liebenswerten Akzent und Kinder ich sag´s euch im Vertrauen: Im Englischen ist das noch hinreißender! Na jedenfalls sind sie jetzt weg, ich bin noch hier und ich möchte noch eine Geschichte mit euch teilen. Die hat mir Marwin erzählt, als sie mir ihre Vorurteile über Deutsche verriet: Die Deutschen kommen nur nach Holland um am Strand Löcher zu buddeln! Sie kommen in Geschwadern und belagern ganze Strandabschnitte, setzen sich in den Sand und graben mit ihren Schaufeln alles um, markieren damit „ihren“ Strand. Sie fährt fort: „Zur Folge hat das, dass sich meinereiner in manch romantischer Nacht am Strand spazieren gehend fast den Hals bricht.“ Ich glaube wir müssen etwas an unserer Reputation arbeiten. Fietz!
Diese Woche habe ich eine SMS erhalten von Tini, sie sei jetzt in Berlin umgezogen/eingezogen in ihre WG und alles fein, sei allerdings noch von der Außenwelt abgeschnitten. Ja, ich dachte erst, das sei ein Witz also schon ein wenig übertrieben…Und zack, es geschieht mir gleich. Dan´s W-LAN kackt gerade ab (wieso kann sie das dann hier veröffentlichen? Weil sie sich das Internet stiehlt leiht von der Arbeit) und das ist ziemlich „rotten“ (kann man in diesem Kontext mit vermaledeit übersetzen). Ich lese mich gerade in die Masterarbeiten des Studienganges „Communication Studies“ der AUT (Auckland University of Technology) ein, um ein Gefühl für das neuseeländische Niveau und die Forschungsschwerpunkte zu bekommen und nicht einmal das geht ohne die Wolke, die sich Internet nennt. In dieser Arbeit gab es Links auf die ich völlig ohne Bedenken klickte und es passierte nichts. Ich frage mich wie die Telefonnummer des Kartenverkaufs ist und ich erhalte nichts außer der Meldung „Adresse nicht gefunden“. Später frage ich mich, wie das Wetter am Wochenende sein wird, ob ich eventuell einen kleinen Trip planen soll nach Piha-Kerekere. Aber daraus wird wohl auch nichts. Ich will jetzt ja nicht übertreiben, aber ICH BRAUCHE DAS INTERNET. Jetzt sofort. Mit dem Fuß auf den Boden stampf. Immerhin habe ich noch die Glotze. Da kann mir Christian Heckl immerhin die Frage nach dem Wetter beantworten. Moment, das klappt dann wohl doch nicht so ganz.
Goldie und ich sind ein Dreamteam, auch wenn ich glaube, dass sie ganz schön außer Form ist. Schon nach 20min ist die Hundedame schlapp und lässt die Zunge raushängen. So ein Schluffi! Achja und Dan´s CD Sammlung wird gerade ausgiebig getestet. Wäre doch gelacht, wenn ich da nicht mindestens 2 neue Lieblingsbands dazu gewinnen würde. Sein Drag-Queen Kochbuch ist jedenfalls schon beschlagnahmt. Da gibt es reizende Rezepte fuer ‘Accessories’, wenn eigentlich Knoblauchbutter gemeint ist. Na denn, lasset es euch schmecken!
Jessica
P.S. Freunde, ich hoffe ihr wisst die Ironie zu schätzen. Natürlich entspricht der zweite Absatz mehr der literarischen Freiheit als der Wahrheit, es hat mich gefreut euch auf´s Glatteis zu führen. Noch mehr freue ich mich auch auf das „Auckland Readers and Writers Festival“, bei dem unter Anderen Stefan Aust (Der Spiegel und Autor von ‘Der Baader Meinhof Komplex’) zu Gast ist.
P.P.S. Kann man an dieser Stelle auch bitte nochmal der werten Andrea zur neuen Stelle bei Kosmos in Stuggitown gratulieren? Herzlichen Glückwunsch!
5 Kommentare bis jetzt
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Hach, dass ich aus deinem Munde einmal sowas wie „Ich brauche das Internet“ hören würde hätte ich nicht zu träumen gewagt
Kommentar von Nico Mai 9, 2009 @ 7:50Ja und wer hat mich angefixt? Das liebe IMUK studium würde ich mal sagen. „Sehen wir uns später on(line)?“…
Grüßle nach Bubesheim!
Kommentar von jess Mai 10, 2009 @ 1:00öhm, hab ich jetzt was verpasst, oder lüftet die langmeldung zur kurzmeldung auch nicht im geringsten die große frage warum du bist august in NZ bleiben darfst?! nunja, aber schön mal wieder was zu lesen von dir
hoffe sonst ist alles klar da unten!
lg, sören
p.s.: dein cookie war sehr lecker. danke!
p.p.s.: was unser bild bei den holländischen nachbarn angeht: ich finde als deutscher sollte man doch ganz froh sein, dass nach zwei angezettelten weltkriegen alles was man unserer nation im auslands vorwirft gebuddelte löcher am strand sind
Kommentar von Sören Mai 14, 2009 @ 8:47uuups, wo ist denn hier die „kommentar löschen“-funktion. hätte ich doch mal deinen kommentar zum letzten beitrag gelesen, dann hätte ich mir den meinigen sparen können
Kommentar von Sören Mai 14, 2009 @ 8:50So, da meldet sich die Tini aus Berlin…und man will´s kaum glauben. Immernoch abgeschnitten von der Außenwelt. Der liebe Alice-Techniker lässt sich weitere zwei Wochen Zeit, bis er sich mal in die Hauptstadt bewegt. Dass ich trotzdem nach knapp 4 Wochen mal wieder deinen Blog lesen darf, verdanke ich dem Café Sociale (gleich bei mir um´s Eck, nette Sofagarnitur aus den 70ern, WLAN for free wenn man sich ein Getränk leistet – Bionade allerdings nur 1,80
, Strom für den Lappi 50 Cent) Und nun werde ich gleich aber wieder aufgescheucht, denn das Café Sociale schließt und für mich heißt es: Kein Internet nach 22 Uhr! Also meine Liebe, ich stimme dir voll und ganz zu: ICH BRAUCHE INTERNET!
Kommentar von Tini Juni 4, 2009 @ 7:51